Wahlprogramm


Wir haben bei unserer Mitgliederversammlung am 19.5. folgendes Wahlprogramm für die Studienrats- und Gremienwahlen 2017 an der Universität beschlossen:

 

AStA-Reform

Die Liberale Hochschulgruppe Bremen möchte, dass der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) näher an der Studierendenschaft arbeitet und diese besser und öfter über seine Arbeit informiert.

Konkret sollen Protokolle der öffentlichen Sitzungen des AStA auf der Website des AStA hochgeladen werden. Zudem soll der AStA dort aktiv sein, wo es auch die Studierenden sind: Im Social Web! Der AStA soll bei Facebook und Twitter aktiv und aktuell über seine Projekte und Arbeit informieren. Auch müssen die Finanzen an einer Stelle, welche ausschließlich für Finanzen zuständig ist, gebündelt, verwaltet und beaufsichtigt werden. Weiterhin soll der AStA allen Studierenden als Ansprechpartner dienen. Auch möchten wir die Überparteilichkeit des AStA stärker betonen. Zudem fordern wie die Ernennung von Beauftragten, welche einen engeren Kompetenzbereich haben als Referate. Konkret möchten wir zum Beispiel das aktuell bestehende Referat “Antifaschismus” in eine*n Beauftragte*n für Extremismus umwandeln.

Diese Forderungen müssen sich in den Strukturen des AStA widerspiegeln, weswegen wir eine Restrukturierung und Neuausrichtung des AStA hin zu einer überparteilichen Institution der Uni anstreben, welche effizient den Interessen aller Studierenden dient und diese unterstützt.

Konkret fordern wir, dass der AStA wie folgt strukturiert wird:

Transparenz gegenüber der Studierendenschaft

  • Erstellen und Hochladen der Protokolle
  • Betreuung und regelmäßige Nutzung der Facebook-Seite und anderer sozialer Medien, Versand von monatlichem Newsletter

Neue Referatsaufteilung

  • Vorsitz
  • Finanzen
  • Studium & Internationales
  • Gleichstellung & Soziales

Beauftragte

  • Öffentlichkeitsarbeit & Social Media
  • Wissenschaft & wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Extremismus

Schließung folgender Referate

  • Hochschulpolitik
  • Satire

Studierendenrat

Die LHG Bremen möchte, dass auch der Studierendenrat der Universität Bremen (SR) wieder näher an der Studierendenschaft ist und diese besser und öfter über seine Arbeiten informiert.

Konkret sollen alle Protokolle der öffentlichen Sitzungen des SR auf der Website des Studienrates hochgeladen werden. Zudem soll der SR dort aktiv sein, wo es auch die Studierenden sind: Im Social Web! Der AStA soll bei Facebook und Twitter aktiv und aktuell über seine Projekte und Arbeit informieren.

Diese Forderung muss sich in der Arbeit des Studienrates widerspiegeln, weswegen wir fordern, dass eine*r der stellvertretenden Präsident*innen das Ressort Öffentlichkeitsarbeit zugewiesen bekommt.

 

Digitalisierung der Literaturbestände  und mehr Ausleihbestand

Die LHG Bremen fordert, dass die Bestände der Zentralbibliothek und aller Bereichsbibliotheken digitalisiert und online abrufbar für Studenten kostenlos bereitgestellt werden. Die Lehrliteratur und andere primär zu Studienzwecken angeschaffte Literatur soll über das Jahr 2010 hinaus zurück bis frühestens 2000 in der aktuellen Auflage in digitalisierter Form kostenlos bereitgestellt werden.

Weiterhin fordern wir eine Aufstockung des Ausleihbestandes studienrelevanter Literatur für alle Bibliotheken der Universität.

 

Abschaffung oder mindestens Abschwächung der Zivilklausel

Die LHG Bremen fordert die Zivilklausel abzuschaffen oder zumindest dahingehend abzuschwächen, dass nur solche Forschungsmittel abzulehnen sind, die ausschließlich zu Rüstungszwecken genutzt werden sollen.

Die Zivilklausel ist ein Einschnitt in die Freiheit der Studierendenschaft, der so der Zugang zu neuen und sinnvollen Studiengängen verwehrt wird, die zwar Rüstungszwecken dienen können, aber nicht zwangsläufig zu Rüstungszwecken genutzt werden müssen. Auch die Wissenschaft erfährt durch diese Zivilklausel Einschränkungen bezüglich möglicher Forschungsgebiete und -zwecke. Ob und inwiefern Studierende das erlernte Wissen im Bereich der Rüstung nutzen, sollte im 21. Jahrhundert eine freie und selbstbestimmte Entscheidung sein, da die Privatisierung von Studium und Wissenschaft auch vor der Raumfahrt und Informationstechnologie keinen Halt mehr macht.

Auch ist festzustellen, dass selbst Studiengänge mit primärem Zivilbezug zu militärischen Zwecken genutzt werden können. Die Unterscheidung in zivile und militärische Forschung ist somit fragwürdig.

 

All-In-One-Studenausweis

Die Liberale Hochschulgruppe Bremen fordert die Zusammenführung von Semesterticket, Mensakarte, Bibliotheksausweis, Studierendenausweis, Stud.IP und PABO in eine einzige Karte. Diese soll als Ausweis- und Bezahlmöglichkeit dienen und auch kontaktlose Bezahlung ermöglichen.

Zusätzlich wollen wir eine App für mobile Endgeräte bereitstellen, mit der alternativ die kontaktlose Bezahlung in der Mensa möglich werden soll. Analog sollen die bestehenden Ausweise, Karten und Online-Portale (QisPos & Aulis, das auf ilias basiert) der Hochschule ebenfalls vereinheitlicht werden. Eine Kooperation zwischen Hochschule und Universität Bremen ist zu begrüßen. Als Grundlage sollen die aktuellen Software-Systeme wie Stud.IP dienen, APIs von der Universität entwickelt werden und die App als reines Frontend für diese Systeme fungieren.

Die App ist als Open Source Anwendung und so möglichst innerhalb der Universität zu entwickeln. Möglichst sind Kooperationen mit anderen Universitäten oder Hochschulen anzustreben.

Außerdem fordern wir eine Modernisierung der Elearning-Angebote. Das Onlineportal PABO soll in Stud.IP integriert werden, bei der Prüfungsanmeldung das aktuelle TAN-Verfahren durch mTAN und TAN-App ergänzt werden.

 

Am Wochenende und Werktags ab 19 Uhr Gültigkeit des Semestertickets für zwei Personen

Die LHG Bremen fordert, dass Studierende der Universität Bremen eine Person werktags ab 19 Uhr und am Wochenende sowie Feiertagen ganztägig mit ihrem Semesterticket mitnehmen können.

Auch fordern wir, dass die Gültigkeit des Semestertickets auf das gesamte Streckennetz des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn und anderer Anbieter ausgedehnt wird.

 

Finanzielle Unterstützung studentischer Projekte durch den AStA

 Die Liberale Hochschulgruppe Bremen fordert, dass alle Studierenden auf unbürokratische Art und Weise schriftlich Anträge beim AStA zur finanziellen Unterstützung stellen können. Diese Anträge müssen begründet werden und ein Kostenvoranschlag oder ein Kostenplan soll beigefügt werden. Die Antragsteller sollten die zu fördernden Projekte in einer AStA-Sitzung vorstellen. Der AStA gibt dem Studierendennrat dann Beschlussempfehlungen und dieser beschließt in seinen öffentlichen Sitzungen über diese Anträge mit qualifizierter Mehrheit.

Maßstab der finanzierten Projekte muss sein, dass sie der Studierendenschaft nutzen, das studentische Leben bereichern und einen eindeutigen Hochschulbezug aufweisen.

Über die Höhe und Zusage einer finanzielle Unterstützung hat der AStA im Lichte der überparteilichen Neuausrichtung zu entscheiden. Zudem hat der AStA dem Studienrat periodisch begründeten Bericht zu erstatten und diesen zur Diskussion zu stellen.

 

BAföG für Alle

Die LHG Bremen fordert ein BAföG, dass unabhängig vom Elterneinkommen allen Studierenden sowie Auszubildenden gewährt wird. Seine Höhe soll regelmäßig an das reale Kostenniveau angepasst werden.

Als Gegenfinanzierungsmaßnahme wollen wir die Rückzahlungshöchstgrenze des Darlehensteils und die Kinderfreibeträge für die Eltern der BAföG-Empfänger abschaffen. Da Leistungen nach dem BAföG jedoch nicht die Unterhaltspflichten leistungsfähiger Eltern ersetzen darf, muss auf diese Unterhaltsansprüche entweder verzichtet werden oder BAföG-Leistungen können insgesamt nur als Darlehen gewährt werden. Zuverdienstgrenzen sollen künftig vollständig entfallen.

 

Bibliotheksöffnungszeiten ausweiten

Die LHG Bremen fordert, dass die Zentralbibliothek und die Bereichsbibliotheken mit Präsenzbestand zu 24-Stunden-Bibliotheken werden und an sieben Tagen der Woche geöffnet haben. Kurzfristig sind die Öffnungszeiten sukzessive zu erweitern und dauerhaft sonntags zu öffnen. Langfristig ist der 24-Stunden-Betrieb anzustreben. Der im Rahmen dieser Öffnungszeitenerweiterung zu erwartende höhere Personalbedarf soll möglichst durch studentische Kräfte gestemmt werden. Eine Ausweitung der Ausleih- und Servicezeiten halten wir nicht für notwendig.

 

Wir sind exzellent!

Die LHG Bremen spricht sich für eine modifizierte Form der Exzellenzinitiative aus und fordert die Ausweitung der Förderung auch auf die akademische Lehre. Wir fordern daher eine Exzellenzinitiative für die Lehre, die folgende Komponenten fördert:

  • Bereits bestehende, qualitativ hochwertige Lehre.
  • Hochschulen, welche sich mit neuen Konzepten um bessere Lehre bemühen.
  • Die frühzeitige Einbeziehung der Studenten in die Forschung.